Zecken im Katzenfell   

Zecken – eine Gefahr für die Katze?

Katzen erkranken seltener an durch Zecken übertragenen Krankheiten als Hunde. Der Zeckenschutz ist für Katzen dennoch sinnvoll. Zum einen vermeiden Halter damit, dass die Plagegeister ihre Samtpfoten piesacken. Zum anderen schützen sie sich selbst. Denn lebende Zecken können im Haus von der Katze abfallen und damit das Risiko für den Besitzer erhöhen, sich mit Krankheiten wie der Lyme-Borreliose zu infizieren.

Katzen streunen gerne über Wiesen und Felder und begeben sich wie ihre bellenden Genossen häufig in Zeckengebiete. Diese liegen an Waldrändern, aber auch in schattigen Gärten und städtischen Grünanlagen. Bei ihren Wanderungen streifen Katzen leicht mal lauernde Zecken ab. Doch warum infizieren sich Katzen seltener mit den Erregern, die von Zecken übertragen werden, als Hunde? Diese Frage ist bislang nicht eindeutig geklärt. Einer der Gründe ist wahrscheinlich, dass das dichtere Katzenfell Zecken daran hindert, zügig eine geeignete Stichstelle zu finden. So wandert die Zecke eine Weile auf der Katze umher. Bei der gründlichen Fellpflege wird die Zecke dann vertrieben, bevor sie die Katze stechen kann.

 

Laub ist ein beliebter Rückzugsort für Zecken – und für kleine Katzen eine große Freude.

Damit aber nicht genug! Dadurch, dass die geliebten Schmusetiere im engen Kontakt mit ihren Besitzern leben, kommt es häufiger vor, dass die Blutsauger auf den Menschen übergehen. Diesen Umstand legt eine Untersuchung des Robert Koch-Instituts nahe. Demnach bringen Katzen von ihren Streifzügen häufig Zecken mit nach Hause, was dann zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko für den Katzenhalter führt. Dies gilt wiederum nicht für Hundehalter.

Spot-on-Präparate werden im Katzennacken aufgetragen und verteilen sich über das gesamte Fell.

Zecken bei Katzen: einzelne Krankheitsfälle möglich

Zwar infizieren sich Katzen seltener. Das heißt aber nicht, dass die Krankheiten, die man vom Hund kennt, bei Katzen überhaupt nicht vorkommen. Auch bei Katzen gibt es Fälle von Borreliose, Anaplasmose oder Babesiose. Eine Borreliose-Impfung gibt es für Katzen nicht, anders als für Hunde und Pferde. Umso wichtiger ist es, dass Katzenbesitzer andere Möglichkeiten zum Zeckenschutz bei ihrem Tier nutzen. Hierbei gilt es zunächst ein für Katzen geeignetes Zeckenmittel anzuwenden. Einfach in der Handhabung und effektiv sind Spot-ons, die im Nacken der Katze aufgetragen werden. Hierbei sollten Katzenhalter unbedingt beachten, dass nicht jeder Wirkstoff, der für Hunde geeignet ist, auch bei Katzen eingesetzt werden kann. Bewährt haben sich beim Zeckenschutz der Katze Wirkstoffe wie z.B. Fipronil.

Grundsätzlich gilt zudem: je mehr verschiedene Parasiten ein Präparat auf einmal abdeckt, umso praktischer für den Katzenbesitzer. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass Katzen weniger mit unterschiedlichen Parasitenmitteln belästigt werden müssen.

Zur Grundversorgung der Katze gehört dabei laut dem europäischen Expertengremium ESCCAP der Schutz vor Zecken, Flöhen und Würmern gleichermaßen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, Katzen regelmäßig nach ihrem Freigang auf Zecken abzusuchen und krabbelnde und festgesogene Blutsauger gleich zu entfernen – auch im eigenen Interesse!

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