Zeckenschutz Katze

Zeckenmittel für Katzen – eine besondere Herausforderung

Katzen haben hohe Ansprüche. Das gilt für ihre Ernährung, Impfungen oder eben Zeckenschutzmittel. Für die empfindlichen Tiere ist nicht jedes Präparat, das bei Hunden Anwendung findet, geeignet. Hier ist Vorsicht geboten! Dennoch gibt es hoch wirksame und unschädliche Zeckenmittel für Katzen – gegen Zecken und gegebenenfalls auch gegen Flöhe oder Würmer. Je mehr Parasiten mit einem Mittel abgedeckt werden, umso einfacher ist es für den Halter, den Überblick zu behalten und konsequent vorzusorgen.

Katzen sind besondere Tiere. Das wissen Halter nur zu gut. Und sie lieben ein Leben in Freiheit. Von Frühling bis Herbst zieht es aber nicht nur den eigenen Stubentiger in die Natur. Auch die fiesen kleinen Blutsauger sind aktiv. Dass freilaufende Katzen Zecken von Büschen und Gräsern abstreifen, ist daher kein Wunder. Entscheidend ist jedoch, was mit der Zecke auf der Katze passiert. Lässt sie sich unter Umständen Zuhause von der Katze abfallen, kann sie sich festsaugen oder wird sie durch ein wirksames Mittel abgetötet?

Die Antwort liegt beim Halter. Denn nur wenn der sich für einen wirksamen Zeckenschutz entscheidet, lässt sich verhindern, dass die Katze als Zeckenherberge sich selbst oder als Zeckentaxi uns gefährdet. Denn da Studien zeigen, dass gerade für Menschen mit Katze im Haus ein erhöhtes Risiko besteht, sich mit einer von Zecken übertragenen Krankheit zu infizieren, ist ein ausreichender Schutz nicht nur für das Tier essentiell, sondern auch für die Besitzer (Studientext hier).

Wie schütze ich meine Katze wirkungsvoll vor Zecken?

Für Katzen haben sich über die letzten Jahre Zeckenmittel etabliert, die monatlich auf den Nacken des Tiers aufgetragen werden. Diese so genannten Spot-ons verteilen sich über die Talgdrüsen der Haut im gesamten Katzenfell. Gegenüber Zeckenhalsbändern hat das den Vorteil, dass der Schutz beim Streunen durchs Unterholz nicht verlorengehen kann, da er sich direkt auf der Haut der Katze befindet.

WICHTIG: Einige Substanzen, die für Hunde unbedenklich sind, führen bei Katzen zu erkennbaren Nebenwirkungen, da ihnen ein zur Verarbeitung des Stoffs notwendiges Enzym fehlt.

Zu beachten gilt: Einige Substanzen, die für Hunde unbedenklich sind, führen bei Katzen zu erkennbaren Nebenwirkungen, da ihnen ein zur Verstoffwechselung notwendiges Enzym fehlt. Dies schränkt die Mittelauswahl zwar ein, ist jedoch kein Grund, auf ein „Hausmittelchen“ ohne Wirkung zu setzen. Bewährt hat sich bei Katzen der Wirkstoff Fipronil (siehe Plichttext Frontline). Er ist auch für Katzen unbedenklich und tötet Zecken verlässlich ab. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Erregern ist umso geringer, je schneller die Zecke abstirbt, denn die meisten Erreger benötigen 16-48 Stunden, um aus der Zecke in das Haustier zu gelangen.

Was sollte ich bei der Mittelauswahl beachten?

Beim Tierarzt sind auch Mittel erhältlich, die ihre Wirkung effektiv im Körper der Katze entfalten und dort relevante Würmer bekämpfen. Laut dem europäischen Expertengremium ESCCAP gehört der Schutz vor Zecken, wie der vor Flöhen und Würmern, zur Grundversorgung von Katzen. Spot-ons mit Wirkstoffen, die sich auf der Haut verteilen, wirken gegen äußere Parasiten und bieten meist nicht nur Schutz vor Zecken, sondern auch vor Flöhen und Haarlingen. Insbesondere für Freigänger-Katzen empfiehlt es sich, ein Präparat mit einem möglichst breiten Parasitenschutz zu wählen. Das macht es dem Halter einfacher und erspart der Katze zusätzliche Prozeduren.

Die Wirkweise von Sprays ist mit der von Spot-ons zu vergleichen. Sprays werden allerdings auf der ganzen Körperoberfläche der Katze aufgetragen. Wichtig ist in jedem Fall, dass Spot-ons und Sprays in den empfohlenen Monatsabständen aufgefrischt werden sollten, denn nur dann besteht ein dauerhafter Schutz.

Für den optimalen Zeckenschutz ist es zusätzlich sinnvoll, die Katze nach ihrem Freigang regelmäßig abzusuchen. Krabbelnde oder ansaugende Zecken sollten gleich entfernt werden. Beide Maßnahmen zusammen bieten den besten Schutz. Gartenbesitzer können darüber hinaus Maßnahmen ergreifen, um die Zeckengefahr in ihrem Garten zu verringern.

Weitere Tipps zum Schutz und zur Vorsorge gibt Ihnen Ihr Tierarzt.

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