Das tun Hundebesitzer gegen Zecken, Würmer & Co

Zecken lieben den Frühling: Mensch und Hund sind wieder vermehrt draußen anzutreffen. Steigende Temperaturen und Feuchtigkeit sorgen für optimale „Jagdbedingungen“ der Spinnentiere. Für Hundehalter sind die lästigen Blutsauger ein Anlass, den Parasitenschutz ihres Vierbeiners zu überprüfen. Dabei gibt es außer den Zecken auch weniger sichtbare Plagegeister, vor denen Hunde geschützt werden sollten – am besten das ganze Jahr über.

Eine aktuelle Umfrage des Verbands für das deutsche Hundewesen (VDH) e.V. hat untersucht, inwieweit sich Hundebesitzer über die Gefahren im Klaren sind, die von Parasiten ausgehen. Dazu wurden im September und Oktober letzten Jahres mehr als 6.000 Hundehalter online befragt, was sie gegen Flöhe, Zecken und Würmer unternehmen. Für Udo Kopernik vom VDH ist das Ergebnis insgesamt erfreulich: „Die Mehrheit der Hundehalter verhält sich beim Parasitenschutz wachsam“, erklärt er. 71 Prozent beugen äußeren Parasiten – vor allem Flöhen und Zecken – regelmäßig vor. Wiederholtes Entwurmen steht für 68 Prozent auf dem Programm.

Besser vorsorgen als nachträglich behandeln

Damit kümmern sich rund zwei Drittel aller Hundebesitzer vorsorglich um den Parasitenschutz. Also nicht erst, wenn der Befall bereits offensichtlich ist und Flöhe und Zecken im Fell oder Würmer im Kot des Hundes auf sich aufmerksam machen. Nur rund ein Drittel der Hundehalter reagiert erst, wenn der Hund bereits ein Parasitenproblem hat.

Vorsorge ist beim Parasitenschutz besser als Nachsorge, bestätigt Kopernik: „Wir empfehlen Haltern, ihre Hunde regelmäßig gegen innere und äußere Parasiten zu behandeln. Damit schützen sie nicht nur ihr Tier, sondern auch sich selbst.“

Parasiten können krank machen

Denn Flöhe, Zecken und Würmer sind nicht nur lästig. Sie können auch ernste Gesundheitsprobleme verursachen. Zecken übertragen gefährliche Krankheiten auf Mensch und Hund, wie zum Beispiel die Borreliose. Aber auch Flöhe und Spulwürmer können Hunden arg zusetzten. „Wenn der Hund extrem verwurmt ist, dann kann das schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Zunächst ist der Verdauungsapparat gefährdet, aber Würmer gehen eben auch auf innere Organe und können dort lebensbedrohliche Erkrankungen verursachen“, sagt Kopernik. Besonders gefährdet sind Welpen.

Bei Kindern lieber auf Nummer sicher gehen

Trotz des insgesamt hohen Risikobewusstseins zeigt die Umfrage des VDH: Viele Hundehalter entwurmen zu selten. Ein Viertel aller Hunde erhält höchstens einmal pro Jahr eine Wurmkur, 34 Prozent zwei- bis dreimal, 30 Prozent viermal. Nur zwei Prozent der Halter entwurmen jeden Monat. Dabei ist eine monatliche Entwurmung der beste Weg, um die Ausscheidung von Spulwurmeiern zu verhindern – und damit auch eine Ansteckung von Familienmitgliedern. Schließlich leben in 30 Prozent der befragten Haushalte Kinder, die in der Regel sehr engen Kontakt zum Tier pflegen und es bei der Hygiene nicht so genau nehmen. „Spulwürmer machen keinen Unterschied, ob das Hund, Katze oder der Mensch ist. Da sind dann insbesondere Kinder gefährdet“, erinnert Kopernik.

Hundehaltern stehen für den Parasitenschutz verschiedene Mittel zur Verfügung. Laut Umfrage vertrauen 48 Prozent auf Spot-ons, 23 Prozent auf Halsbänder. Kautabletten werden von 34 Prozent der Hundehalter bevorzugt und erhielten in der Umfrage die höchsten Zustimmungswerte hinsichtlich Anwendung, Geruch, Verträglichkeit und Wirksamkeit.

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