Den Winter zum Impfen nutzen

Bei durchweg kühlem Wetter ist die „Zeckensaison“ eigentlich vorbei. Denn die kleinen Blutsauger sind wetterfühlig und verkriechen sich bei Temperaturen unter 6°C in die Laubstreu am Boden. Sinkt das Risiko von Zeckenstichen, ist der Zeitpunkt günstig, um mit der Borreliose-Impfung zu beginnen. Die gibt es nur für Hunde und Pferde.

Wenn im Winter weniger Zecken auf einen Wirt lauern, sinkt natürlicherweise das Infektionsrisiko. Die Borreliose-Impfung in der kalten Jahreszeit durchzuführen, ist daher ideal. Hunde und Pferde sind so bereits bestens vorbereitet, sobald die Zecken wieder aktiv werden. Dies gilt auch für die jährliche Auffrischungsimpfung, mit der der Schutz des geimpften Tiers aufrechterhalten wird.

Die ersten Zecken bleiben oftmals unbemerkt und übertragen die gefährlichen Erreger, bevor der Halter den Blutsauger entdeckt und entfernt. Tiere, die bereits von Zecken befallen wurden, sollten vor der Impfung auf Antikörper gegen die Bakterien untersucht werden, um eine gerade aktive, unbemerkte Infektion auszuschließen.

Eine Impfung schützt zwar nicht vor einer bereits erfolgten Infektion, wohl aber vor einer erneuten Ansteckung beim nächsten Zeckenangriff. Denn es gibt drei verschiedene Bakterienarten, die bei Hund und Pferd Krankheitssymptome auslösen. Eine natürliche Infektion schützt hingegen nicht vor neuerlicher Ansteckung. Ein Schutz lässt sich nur durch die Impfung herstellen. Die Grundimmunisierung beginnt mit zwei Impfungen im Abstand von 3 bis 5 Wochen.

Übrigens: Im Winter liegen zwar grundsätzlich weniger Zecken auf der Lauer. Dass Zecken Winterschlaf halten ist allerdings ein Irrtum. Ab 6°C können die Plagegeister aktiv sein – also auch während milderer Temperaturen in der kalten Jahreszeit.

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